Zuletzt durchgespielt

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 19.10.2016, 18:24

staR-Kron hat geschrieben:Dass man inzwischen selbst auf den Konsolen den Splitscreen so verhunzt ist schon echt traurig, aber man muss ja schon froh sein, wenn es überhaupt noch einen gibt :?

Ja, leider. Aber das das so dem Kontrollwahn der Hersteller zum Opfer fällt, ist wirklich traurig. Und 2k ist damit bei mir unten durch. Ich hatte mit Border Lands meinen Spaß (Muss mal endlich den zweiten weiter spielen :) ) und hier brauchte auch nur ein Spieler die Erweiterungen (Die es damals sogar als Retail gab). Und Battleborn ist ein gutes Spiel, aber die Preispolitik macht hier alles zunichte und wahrscheinlich merken die nicht einmal, dass sie sich selbst im Wege stehen. Traurig. Ich werde weitere Titel von 2k auf jeden Fall sehr argwöhnisch betrachten und auf ersten DLC warten, bevor ich nochmal was von denen kaufe.

Die Politik mit dem Season Pass könnte sogar streng gesehen ein Rückgabegrund sein könnte. Es wurde nirgends darauf hingewiesen, das jeder Spieler den Pass braucht und zu erwarten war es auch nicht, nachdem zwei Personen mit einem Hauptspiel spielen können.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 10.11.2016, 22:16

Recore (XBox One)

Vorneweg: Das folgende mag sich negativ anhören, aber im großen und ganzen ist Recore gutes Spiel und ich hatte viel Spaß. Aber es hätte etwas großartiges werden können, nur leider wurden hier so viele Chancen offensichtlich vertan, dass es weh tut. Irgendwie hat man das Gefühl, als sei man nicht bereit gewesen, entsprechend Geld/Zeit/Man-Power dafür reinzustecken. Die ersten 5 Stunden sind grandios, aber dann beginnt man sich zu fragen: "Ist das echt schon die ganze Welt, die ich auf der Karte sehe? Und jede Area sieht irgendwie gleich aus... ne, das ganze wird wohl eine Area sein, die nochmal unterteilt ist. Wäre sonst ja wirklich etwas dünn!" Am Ende ist das aber wirklich alles. Die Story kann man nach 10 Stunden durch haben. Danach gibt es noch weitere prismatische Kerne, die man sammeln kann, um in weitere Dungeons zu gelangen. Viele davon wiederholen sich im Grunde aber. Darüber hinaus kann man überall Truhen mit weiteren Ausrüstungsplänen für die Bots sammeln und diese bauen. Die meisten davon sind aber aufgrund der Masse ziemlich sinnlos. Am Ende versucht das Spiel, Spielzeit durch diese Sammelaktionen zu generieren, noch weiter erschwert durch erzwungene Speedruns. Wenn man alle Items eines Dungeons haben will, muss man den jeweiligen Dungeon in einer festgelegten Zeit schaffen und dabei alle Items auf dem Weg finden. Das Spiel versucht hier einfach, sich künstlich in die Länge zu ziehen. Abseits davon bietet die Welt wenig interessantes zu entdecken. In der Regel nur Sand, Felsen, Trümmer und gegnerische Bots. Die Trümmer sind dabei oft unförmig und nichtssagend, man hat nicht mal eine Idee, was vieles hätte sein können. Schade eigentlich.

Bei der vorgegaukelten Open World kommt man schnell an seine Grenzen. Theoretisch kann man irgendwie auf jeden Berg, wenn man ein wenig probiert. Das ist aber oft nicht vorgesehen. Zum Teil, weil man sonst zu früh an ein paar Items gelangt, hauptsächlich aber wohl, weil man sonst von oben die Grenzen der Welt und Hintergründe sehr deutlich sehen könnte. Deshalb haben die Entwickler völlig willkürlich Gebiete mit starker Strahlung versehen, in denen man nach kürzester Zeit drauf geht. Teilweise liegen kleinste Gebiete einfach irgendwo mitten Flächen ohne Strahlung und umgekehrt. Manchmal warnen Schilder davor, oft aber auch nicht und wenn man in so ein Gebiet unachtsam hinab springt, kann es auch mal vorkommen, dass man nicht mehr rechtzeitig rauskommt. Irgendwann hat man auch keine Lust mehr, jeden Berggipfel anzutesten, um an dessen Spitze auf ein Strahlungsgebiet zu stoßen. Oder noch besser: Auf dem Weg dahin. Obwohl man eigentlich auf den Gipfel muss und der auch strahlungsfrei, um einen Dungeon etc. zu erreichen, sind die Wege hinauf voll Strahlung. Bis auf den, den man nur mit einer Spezialfähigkeit nehmen kann. Und die soll man wohl gefälligst erst haben. Anscheinend hatten die Entwickler hier nicht die Zeit/Geduld, entsprechende Wege einfach nicht erklimmbar zu machen. Statt dessen wurden einfach überall Strahlungsfelder hingesetzt. Das wirkt so willkürlich wie lieblos.

Dann ist das Spiel nicht mal fertig. Ich hab die aktuell gepatchte Version gespielt, davor muss es wohl voller Bugs gehagelt haben. Aber selbst jetzt gibt es noch hier und da ein paar nervige Bugs. Die größte Frechheit ist aber der freie Slot bei den Bot-Types. Ich habe ewig Zeit verbracht, den letzten Bot zu finden, weil es auch zwei Gebiete gibt, bei denen man nicht weiter kommt und offensichtlich diesen braucht. Letztendlich habe ich im Internet nachgeschaut und: Es gibt den Bot nicht. Man vermutet, es kommt irgendwann ein entsprechender DLC oder Patch. Zur allgemeinen Erheiterung kann man aber wohl trotz Absperrung durch Strahlungsfelder auch so in eine der besagten Areas gelangen, wenn man ganz viel Zeit in Try & Error investiert. Da gibt es dann wohl noch einen Dungeon. Entweder hat man das Spiel hier absolut unfertig released und es kommt noch ein entsprechender Patch, was schon eine Frechheit wäre. Oder es kommt noch härter und es kommt ein kostenpflichtiger DLC mit einem neuen Bot, den man dann für eine Durchgangsroute und einen neuen Dungeon benutzen kann. Ich frag mich ernsthaft, was mich mehr enttäuschen würde.

Die eigentlich grandiose Story wird leider nur sehr oberflächlich und ohne Tiefe erzählt und durch Verschlüsselung weiter ausgedünnt. Ein ganzer Handlungsstrang ist nur in einem sinnlosen Audiogebrabbel vorhanden. Man kann sich dieses zwar auch als Schriftversion ansehen, aber das sind komplexe Runen. Eine Übersetzungsschablone liegt nur der Limited Edition bei, wenn man sich denn hinsetzen will und das übersetzen. Zum Glück stellen manche die Übersetzung ins Internet. Aber mal ehrlich: Was soll der Mist? Ach ja, noch mehr Zeit, die man sich mit dem Spiel beschäftigen kann und mit der die Entwickler aber nicht mehr Content bieten müssen. Wie sollte es auch anders sein, ist das Ende dann unbefriedigend und hinterlässt viele Fragen. Und lässt den Spieler mit einem Cliffhänger und einem uninspirierten Abspann mit ein paar Standbildern zurück, bei dem man sich fragt, was dieser Haufen an Leuten eigentlich die ganze Zeit an dem Spiel gemacht hat (Außer den guten Musikern ).

Ich würde diese Runen-Geschichte ja gerne unter Erkundungsmöglichkeit verbuchen. Die Wahrheit ist aber, dass das offenbar nicht die Richtung des Spiels ist. Denn die große Welt lädt kaum zum Erkunden ein. Ist man bei einem Xenoblade Chronicles X von der offenen Welt geflasht und gibt es so viele schöne Plätze und Wesen zu entdecken, hat man bei Recore nach 2 Stunden alles schon mal gesehen. Es bleibt dann pro Area nur ein besonderes Gebäude oder etwas in der Art. Selbst die Gegner sind immer wieder die gleichen, nur in anderen Farben. Hat mich bei Xenoblade schon manchmal gestört, dass öfter der gleiche Gegnertyp nur mit einem anderen Skin recycelt wurde, macht sich Recore nicht mal diese Mühe und bietet den gleichen Gegner in einer anderen Farbe.

Leider gibt es auch nicht viel zu interagieren. Neben alten Aufzeichnungen finden sich genau ein intelligenter Gegner, der aber nur generisches Gebrabbel ablässt und ein weiterer Mensch im ganzen Spiel. Der dann noch schnell wieder entfernt wird. Das ganze soll eine "Letzter Mensch"-Stimmung aufkommen lassen, scheitert aber an den übertrieben enthusiastischen Selbstgesprächen des Hauptcharakters und den permanent fröhlich rumzwitschernden Bots.

All das ist leider sehr präsent und überschattet ein sonst sehr gutes Spiel. Am Anfang von dem Spiel war mein Gedanke noch "Verdammt, dass hätte ein neues und großartiges Metroid werden können.". Das wich aber spätestens nach 10 Stunden einem "Gut, dass das kein Metroid-Nachfolger geworden ist.". Anleihen aus Metroid und Mega Man sind dabei aber überall zu finden, zum Teil im Design (Die Zellenbots könnten auch aus Mega Man sein), aber auch in Mechnismen und Gameplay.

Nach so viel Gemecker mal zu den positiven Seiten: Das Spiel macht einfach Laune. Ich habe es mit einem Elite-Controller gespielt und zwei Paddles für Springen und Boost drunter gehabt. Mit dieser Kombi gleite ich Butterweich durch die Welt und die Kombination aus Springen, Doppelsprung und Boosten lässt teilweise Parcours-Feeling aufkommen. Das ganze funktioniert auch bestens in Kämpfen zum ausweichen und geht locker von der Hand. Dazu noch ein (oder später mehrere) Bot(s), die im Kampf mithelfen und die man zumindest anweisen kann, eine bestimmte Aktion zu machen und das lockere Waffenfarben-Wechseln für bestimmte Gegner machen einfach Laune. Kämpfen macht auch nach Stunden immer noch enorm Spaß. Das System aus Kombos und Kerne extrahieren ist gut durchdacht und man muss schon beim Kämpfen überlegen, auf was man gerade gehen und welche Items man eher mitnehmen will. Die Grundidee der Story ist toll und am Anfang ist man einfach nur neugierig, was überhaupt los ist. Nachdem man grob durchgeblickt hat, wie die Ausgangssituation war, will man einfach nur wissen, wie alles so radikal schief gehen konnte. Die Musik ist gut, teilweise episch von der Londoner Philharmonie eingespielt. Dabei absolut abwechslungsreich und meistens absolut passend. Die Grafik ist gut und der "Alles ist vom Sand geschliffen und schon lange Kaputt oder Flickwerk"-Stil bringt eine Star Wars Tatooine Stimmung rüber, die durch Teile des Designs und der Musik noch verstärkt wird. Für mich ein plus, ich mag die Stimmung.

Alles in allem ein schönes Spiel, das man in 10 bis 15 Stunden durchspielen durchspielen kann, danach kommt nur noch Grinding und Farming für Kleinigkeiten. Ich hatte etwas weiter gespielt und dann 68 prismatische Kerne. Es gab noch einen Dungeon, in den ich mit 75 Kernen reinkommen würde und das Areal, was man eigentlich nur mit dem fehlenden Bot erreichen kann. Die wollte ich gerne noch sehen und ein paar Speedruns und damit verbundene Ausrüstungstruhen wollte ich noch versuchen. Jaja, ich mach noch ein paar Sachen... denkste. Das Kampfsystem hat mir so viel Laune gemacht und der Ehrgeiz hat mich dann doch noch gegriffen, als ich gesehen habe, dass es nicht mal so abwägig wäre, alle Achievements zu erreichen. Am Ende alles Bots voll aufgerüstet, alle Speedruns in allen Dungeons erfolgreich abgeschlossen und den Dungeon, den man eigentlich (noch) nicht betreten kann auch abgeschlossen. Und deshalb 82/80 Prismatischen Cores gesammelt. :mrgreen: Dafür aber nicht alle Achievements abgeschlossen, weil mich der (wohl eigentlich seltene) Tracker-Bug erwischt hat und deshalb bei mehreren Achievements nicht mehr weiter mitgezählt wurde. Laut Internet-Berichten sind die damit für mich nicht mehr schaffbar. Wäre mein erstes XBox-Spiel mit 100% geworden. Also selbst in den Achievements noch Bugs. :(​​ Sind zum Glück nur Achievements. Bleibt aber das traurige Wissen, dass das ganze hätte mehr sein können. Ich hoffe auf ein paar Patches und DLC und eine später fertige Version mit neuem Retail-Release.

Edit: Es gibt ein neues Update und die fehlerhaften Achievement-Tracker sind angeblich gefixt. Gerade mal das Spiel gestartet, gibt neue Texturen teilweise und meine Achievements haben sich aktualisiert. Es fehlen nur noch zwei... mal schauen, das werde ich wohl noch mal angehen ;)

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 20.11.2016, 21:45

Lara Croft And The Temple Of Osiris (XBox One)
Ich mag Dungeon Crawler, in der Regel sind sie nur leider sehr einfach gestrickt und haben weniger Tiefgang als ein Schlauchboot. Dieser Crawler hat da sehr gute Ansätze, eine nette (Wenn auch völlig abgehobene) Story und das beste Team-Play, dass ich bisher in einem Spiel dieser Art sehen durfte. Wir haben es zu zweit im Coop durchgespielt, keine Ahnung, wie das überhaupt alleine gehen soll (Läuft da ein NSC mit?). Großartig, die leichten Spezialisierungen sorgen für viele Kniffe, die man wirklich nur zu zweit schaffen kann. Die Grafik ist nett, der Soundtrack gut, wir hatten so viel Spaß, dass wir noch den Season-Pass mit den beiden weiteren Dungeons dazu gekauft haben. Diesen braucht man zwar nicht unbedingt, aber die größeren Dungeons machen noch mal Spaß. Sehr schönes Spiel, hat uns eine Woche sehr gut gefallen.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 03.12.2016, 20:50

Resident Evil in der HD Remaster Version der Origins Sammlung (XBO)
Ich hatte RE damals auf der PS1 bei Release durchgespielt (Wenn ich nicht irre, hatte ich das US-Spiel importiert). Alle späteren Teile, die ich gespielt habe (Ich hab nicht alle ausprobiert, muss ich dazu gestehen. Zero fehlt mir z.B. noch) reichen IMHO an das Original nicht ran und auch meine Freundin findet sie eher nett. Da sie das Original aber bisher nicht kannte und meine Faszination dafür nicht nachvollziehen konnte, habe ich die Gelegenheit genutzt mit ihr das Remaster abwechselnd durchzuzocken.

IMHO hat Capcom alles richtig gemacht. Die Grafik wurde gut überarbeitet, es ist aber noch alles wieder zu erkennen und präesentiert sich schön in 16:9 (Wer will kann auch 4:3 einstellen). Die neue Steuerung spielt sich für moderne Spieler besser (Meine Freundin kam mit der originalen schwer zurecht), hat dafür aber ihre Tücken bei den Kamerawechseln. Ich spiele lieber nach dem alten System. Das Auto-Aiming macht das ganze viel leichter, die Abwehrgegenstände tun ihr übriges. Ansonsten wurde aber erfreulich wenig geändert und meine Nostalgie hat mich hier nicht enttäuscht. Das Spiel ist noch so großartig, wie damals, richtig gruselig, es wird richtig gut eine Bedrohungsatmosphäre aufgebaut, dazu noch einige Schreckmomenten und die feststehenden Kameraperspektiven sind bis heute einfach unerreicht. Für mich weiterhin bester Teil der Serie. Zero werde ich dann jetzt wohl auch mal nachholen :)

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Der Luder » 15.12.2016, 14:59

Seit gestern Abend bin ich mit der Hauptstory von Yakuza 3 fertig. Nebenmissionen habe ich fast keine gespielt. Insgesamt habe ich ca. 20 Stunden benötigt und um die 7% des Spiels komplett. Das zeigt natürlich, wie umfangreich das Spiel ist und wie viele Stunden man wirklich mit ihm verbringen kann. Ich bin jetzt aber nicht so der Fan von Nebenmissionen, ich will wissen, wie die Handlung weitergeht.

Teil 3 hat mir sehr gut gefallen, wie immer eine geniale Story, auch die neue Stadt Okinawa fand ich gelungen, wenn auch ein bisschen klein. Alles in allem war das Spiel gefühlt ein bisschen einfacher als Teil 2.

Als nächstes will ich die Xbox-Version von Conker Live & Reloaded anfangen, welche ja den Einzelspieler-Modus „Bad Fur Day“ vom N64 erhält. Da ich keine 200 Euro für die N64-Version bezahlen will, habe ich mir lieber die Xbox-Variante besorgt.
Ich muss aber noch abwarten, bis mein bestelltes RGB-Kabel kommt, vorher fange ich nicht an.

Bin gespannt auf das Spiel.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 15.12.2016, 21:15

Hab es auch, spielt sich gut. Muss es auch noch zuende Spielen. Conker macht Laune.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 28.01.2017, 18:04

Final Fantasy XV (XBOne)
Ich hab den Spiel wirklich alle Chancen gegeben, komplett durch und alle Erfolge frei geschaltet. Und hab auch nach dem durchspielen noch etwas weiter geschaut, alles in allem 120 Stunden/Level 80. Aber... ich würde ihm nur 6/10 geben. Das Spiel macht durchaus Laune, sonst hätte ich es nicht so weit gespielt, aber bei einem Rollenspiel ist mir die Story unglaublich wichtig. Und die ist einfach nur flach und mit fast keinem Tiefgang. Die Wendungen sind oft vorhersehbar und/oder wirken lieblos, so dass sie einem kaum nahe gehen. Man kann den CG-Film und die Anime-Serie schauen, um etwas mehr Background zu bekommen, aber auch damit ist das ganze eher nett. Richtig traurig ist, dass das letzte Kapitel und das (fast nicht enden wollende Ende) zeigen, dass es auch anders gegangen wäre. Warum versteht SE nicht, dass FFVII unter anderem so erfolgreich war, weil die Story einfach unglaublich dicht und gut erzählt war. Selbst an VIII oder IX reicht XV nicht mal im Ansatz ran. Die einzig wirklich bewegende Szene in FFXV war für mich nach dem Abspann die Lagerfeuerszene. Das war es.

Ich bin ja persönlich kein Freund von Open-World-Spielen. Nicht, dass ich die Idee dahinter nicht mögen würde, aber die Umsetzungen sind in der Regel einfach nur schlecht. Xenoblade Chronicles X war für mich eine so positive Überraschung, dass ich auch anderen Spielen wieder eine Chance geben wollte. Leider hat es FFXV einfach versaut und alle meine schlechten Ansichten zu Open-World-Spielen nicht nur bestätigt, sondern verstärkt. Man wird absolut eingeschränkt, nicht nur am Anfang. Auch danach kann man nur etwas links und rechts der Straßen bzw. über ausgewählte Gebiete gehen. Ganze Regionen sind einfach nicht zugänglich und nicht mal ersichtlich, warum. Es gibt oft keine Hindernisse, sondern ab einem Punkt läuft man einfach vor eine unsichtbare Wand. Das ganze findet seinen traurigen Höhepunkt, sollte man an ein Flugvehikel kommen. Man kann die nicht zugänglichen Bereiche nicht mal überfliegen! Man sollte nun meinen, eine so limitierte offene Welt wäre voll von Leben und Dingen, da die Macher sich auf die zugänglichen Gebiete konzentrieren konnten. Fehlanzeige. Die Welt ist zu oft einfach mal leer und langweilig. Richtig schlimm wird es dann, je weiter man im Spiel voran kommt. In Altissia kann man nur die Stadt betreten. Das ganze Land (Oder gar Kontinent?) ist nicht zugänglich. Open World geht anders. Danach wird es sogar so schlimm, dass man bei manchen Ländern nicht mal den Bahnhof verlassen und Städte nur im Hintergrund sehen kann.

Dritter Negativpunkt ist das Design. Gut, an sich sicher Geschmackssache, aber die Welt ist (mal wieder) zwischen Moderne, Vergangenheit, Steampunk, Sience Fiction und mehr völlig inkonsistent. Nicht nur auf Regionen beschränkt, sondern man hat sich gerade genommen, was einem gefällt. Immersion tendierte für mich gegen null.

Das Item-System ist ein Trauerspiel. Viele Kämpfe werden einfach durch Materialschlachten entschieden. Es macht keinen Spaß, alle 30 Sekunden den Kampf für einen Heiltrank zu unterbrechen. Hier hätte ich mir besseres Balancing und dafür ein geringeres Max der Items gewünscht, von denen gefühlte hundert höchstens einmal im Spiel einen sinnvollen Einsatz haben. Manchmal ist weniger einfach mehr.

Das Missions-Design ist unglaublich repetitiv und das einzige, was einem nach Jagdauftrag Nr. 127 bei der Stange hält, ist das Kampfsystem. Womit ich dann auch mal zu ein paar positiven Seiten komme. Das Kampfsystem macht einfach nur Spaß und einige Aktionen sehen teilweise auch nach 100 Stunden nur "wow" aus.

Was dem Spiel an unterschiedlichen Aktionsmöglichkeiten fehlt, hat es dafür in der Breite einzelner Aktionen. Man kann sich wohl Tagelange mit dem angeln unzähliger Fische oder der Suche nach dem nächsten Gericht beschäftigen. Apropos: Das Buffing-System ist sprichwörtliches Food-Porn. Bei jeder Zeltübernachtung kommt etwas anderes auf den Tisch, was die Fähigkeiten vorübergehend verbessert und alles sieht unglaublich lecker aus. Ich hab die meiste Zeit des Spielens Appetit gehabt und sollte es jemals ein Final Fantasy XV-Kochbuch geben, wo Rezepte zu all diesen Gerichten drin sind, ist es ein Instabuy! ;)

Positiv muss man das Design mancher Städte erwähnen. Altissia ist einfach nur eine Augenweide und in sich verschlungen. Es macht Spaß, sich die Stadt einfach an zu sehen.

Eine Augenweide sind auch einige Bosskämpfe. Gerade Leviathan hat es mir angetan.

Die Charaktergruppe macht auch einfach nur Spaß, auch das Zusammenspiel. Leider gibt es für viele Situationen nur ein Variante des Gesprächsverlaufs und viel zu früh kann man die immer gleichen Kommentare einfach nicht mehr ertragen.

Inszinierung und Vertonung sind einfach großartig, wobei ein gewisses Kampf-Thema einfach zu nahe an einem nicht ganz unbekannten Lied von Skyrim dran ist.

Es gibt noch eine ganze Menge, was das Spiel in Details sehr gut oder sehr schlecht macht, bevor ich mich aber in diesen Details verliere, möchte ich es bei diesen Punkten belassen. Alles in allem ist das Spiel gut, aber weniger was für Leute, die eine tolle, komplexe Story mit Tiefgang zu schätzen wissen, sondern eher was für Leute, die seichtes Popcorn-Niveau mit teilweise schöner Inszenierung mögen.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Skevellipper » 16.03.2017, 00:07

Ich bin gerade mit Last Guardian fertig geworden und bin hoch begeistert. Ja, die Steuerung ist teilweise schwabbelich. Ja, die Kamera ist nicht von Ballhaus. Ja, das Birddogcat-Vieh hat mir nicht immer perfekt zugehört. Aber ja, Mann, die Reise war's alles doppelt und dreifach wert. Gerade das letzte Drittel hat mir eines der allerschönsten Videospielerlebnisse geschenkt. LOVE / 10 Punkten.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 06.05.2017, 22:20

Astebreed (PS4)
Shoot 'em Up für Leute mit Reaktionszeiten von ADS-Patienten. 3 Waffensysteme gleichzeitig in verschiedene Richtungen bedienen und Bildschirm voller Gegner, die aus allen Richtungen auf einen schießen. Und dabei funktioniert es noch richtig gut. Hab riesig Spaß gehabt, aber bei der Hektik habe ich nur die Hälfte der Story mitbekommen, weil ich keine Zeit hatte, die Untertitel zu lesen. War aber so gut, wird sicherlich noch ein paar Mal gespielt. :)

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 22.05.2017, 22:53

​Mario Kart 8 Deluxe auf der Switch. Turnier-Modus, alle Klassen Gold und 3 Sterne. Die 200ccm ist schon eine Nummer für sich. Immer noch ein tolles Spiel. Werde mich wohl noch an den Zeit-Modus machen, um die letzten Fahrzeugteile zu bekommen.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon DC-Allstar » 24.05.2017, 19:06

Hab vor ein paar Tagen Zelda Botw beendet (zumindest die Hauptstory). Sehr geil!

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Nephilim » 08.08.2017, 22:21

Ich habe zuletzt Skylar and Plux auf PS4 completed! War überraschend gut also mir hat es sehr gut gefallen. ^^
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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Nephilim » 23.08.2017, 17:16

Ich habe zuletzt Vollgas und Home auf der PS4 completed, waren schöne Spiele ganz besonders Vollgas fand ich mega witzig. xD
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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon EDE07 » 03.09.2017, 13:25

Stardragon hat geschrieben:Recore (XBox One)

Vorneweg: Das folgende mag sich negativ anhören, aber im großen und ganzen ist Recore gutes Spiel und ich hatte viel Spaß. Aber es hätte etwas großartiges werden können, nur leider wurden hier so viele Chancen offensichtlich vertan, dass es weh tut. Irgendwie hat man das Gefühl, als sei man nicht bereit gewesen, entsprechend Geld/Zeit/Man-Power dafür reinzustecken. Die ersten 5 Stunden sind grandios, aber dann beginnt man sich zu fragen: "Ist das echt schon die ganze Welt, die ich auf der Karte sehe? Und jede Area sieht irgendwie gleich aus... ne, das ganze wird wohl eine Area sein, die nochmal unterteilt ist. Wäre sonst ja wirklich etwas dünn!" Am Ende ist das aber wirklich alles. Die Story kann man nach 10 Stunden durch haben. Danach gibt es noch weitere prismatische Kerne, die man sammeln kann, um in weitere Dungeons zu gelangen. Viele davon wiederholen sich im Grunde aber. Darüber hinaus kann man überall Truhen mit weiteren Ausrüstungsplänen für die Bots sammeln und diese bauen. Die meisten davon sind aber aufgrund der Masse ziemlich sinnlos. Am Ende versucht das Spiel, Spielzeit durch diese Sammelaktionen zu generieren, noch weiter erschwert durch erzwungene Speedruns. Wenn man alle Items eines Dungeons haben will, muss man den jeweiligen Dungeon in einer festgelegten Zeit schaffen und dabei alle Items auf dem Weg finden. Das Spiel versucht hier einfach, sich künstlich in die Länge zu ziehen. Abseits davon bietet die Welt wenig interessantes zu entdecken. In der Regel nur Sand, Felsen, Trümmer und gegnerische Bots. Die Trümmer sind dabei oft unförmig und nichtssagend, man hat nicht mal eine Idee, was vieles hätte sein können. Schade eigentlich.

Bei der vorgegaukelten Open World kommt man schnell an seine Grenzen. Theoretisch kann man irgendwie auf jeden Berg, wenn man ein wenig probiert. Das ist aber oft nicht vorgesehen. Zum Teil, weil man sonst zu früh an ein paar Items gelangt, hauptsächlich aber wohl, weil man sonst von oben die Grenzen der Welt und Hintergründe sehr deutlich sehen könnte. Deshalb haben die Entwickler völlig willkürlich Gebiete mit starker Strahlung versehen, in denen man nach kürzester Zeit drauf geht. Teilweise liegen kleinste Gebiete einfach irgendwo mitten Flächen ohne Strahlung und umgekehrt. Manchmal warnen Schilder davor, oft aber auch nicht und wenn man in so ein Gebiet unachtsam hinab springt, kann es auch mal vorkommen, dass man nicht mehr rechtzeitig rauskommt. Irgendwann hat man auch keine Lust mehr, jeden Berggipfel anzutesten, um an dessen Spitze auf ein Strahlungsgebiet zu stoßen. Oder noch besser: Auf dem Weg dahin. Obwohl man eigentlich auf den Gipfel muss und der auch strahlungsfrei, um einen Dungeon etc. zu erreichen, sind die Wege hinauf voll Strahlung. Bis auf den, den man nur mit einer Spezialfähigkeit nehmen kann. Und die soll man wohl gefälligst erst haben. Anscheinend hatten die Entwickler hier nicht die Zeit/Geduld, entsprechende Wege einfach nicht erklimmbar zu machen. Statt dessen wurden einfach überall Strahlungsfelder hingesetzt. Das wirkt so willkürlich wie lieblos.

Dann ist das Spiel nicht mal fertig. Ich hab die aktuell gepatchte Version gespielt, davor muss es wohl voller Bugs gehagelt haben. Aber selbst jetzt gibt es noch hier und da ein paar nervige Bugs. Die größte Frechheit ist aber der freie Slot bei den Bot-Types. Ich habe ewig Zeit verbracht, den letzten Bot zu finden, weil es auch zwei Gebiete gibt, bei denen man nicht weiter kommt und offensichtlich diesen braucht. Letztendlich habe ich im Internet nachgeschaut und: Es gibt den Bot nicht. Man vermutet, es kommt irgendwann ein entsprechender DLC oder Patch. Zur allgemeinen Erheiterung kann man aber wohl trotz Absperrung durch Strahlungsfelder auch so in eine der besagten Areas gelangen, wenn man ganz viel Zeit in Try & Error investiert. Da gibt es dann wohl noch einen Dungeon. Entweder hat man das Spiel hier absolut unfertig released und es kommt noch ein entsprechender Patch, was schon eine Frechheit wäre. Oder es kommt noch härter und es kommt ein kostenpflichtiger DLC mit einem neuen Bot, den man dann für eine Durchgangsroute und einen neuen Dungeon benutzen kann. Ich frag mich ernsthaft, was mich mehr enttäuschen würde.

Die eigentlich grandiose Story wird leider nur sehr oberflächlich und ohne Tiefe erzählt und durch Verschlüsselung weiter ausgedünnt. Ein ganzer Handlungsstrang ist nur in einem sinnlosen Audiogebrabbel vorhanden. Man kann sich dieses zwar auch als Schriftversion ansehen, aber das sind komplexe Runen. Eine Übersetzungsschablone liegt nur der Limited Edition bei, wenn man sich denn hinsetzen will und das übersetzen. Zum Glück stellen manche die Übersetzung ins Internet. Aber mal ehrlich: Was soll der Mist? Ach ja, noch mehr Zeit, die man sich mit dem Spiel beschäftigen kann und mit der die Entwickler aber nicht mehr Content bieten müssen. Wie sollte es auch anders sein, ist das Ende dann unbefriedigend und hinterlässt viele Fragen. Und lässt den Spieler mit einem Cliffhänger und einem uninspirierten Abspann mit ein paar Standbildern zurück, bei dem man sich fragt, was dieser Haufen an Leuten eigentlich die ganze Zeit an dem Spiel gemacht hat (Außer den guten Musikern ).

Ich würde diese Runen-Geschichte ja gerne unter Erkundungsmöglichkeit verbuchen. Die Wahrheit ist aber, dass das offenbar nicht die Richtung des Spiels ist. Denn die große Welt lädt kaum zum Erkunden ein. Ist man bei einem Xenoblade Chronicles X von der offenen Welt geflasht und gibt es so viele schöne Plätze und Wesen zu entdecken, hat man bei Recore nach 2 Stunden alles schon mal gesehen. Es bleibt dann pro Area nur ein besonderes Gebäude oder etwas in der Art. Selbst die Gegner sind immer wieder die gleichen, nur in anderen Farben. Hat mich bei Xenoblade schon manchmal gestört, dass öfter der gleiche Gegnertyp nur mit einem anderen Skin recycelt wurde, macht sich Recore nicht mal diese Mühe und bietet den gleichen Gegner in einer anderen Farbe.

Leider gibt es auch nicht viel zu interagieren. Neben alten Aufzeichnungen finden sich genau ein intelligenter Gegner, der aber nur generisches Gebrabbel ablässt und ein weiterer Mensch im ganzen Spiel. Der dann noch schnell wieder entfernt wird. Das ganze soll eine "Letzter Mensch"-Stimmung aufkommen lassen, scheitert aber an den übertrieben enthusiastischen Selbstgesprächen des Hauptcharakters und den permanent fröhlich rumzwitschernden Bots.

All das ist leider sehr präsent und überschattet ein sonst sehr gutes Spiel. Am Anfang von dem Spiel war mein Gedanke noch "Verdammt, dass hätte ein neues und großartiges Metroid werden können.". Das wich aber spätestens nach 10 Stunden einem "Gut, dass das kein Metroid-Nachfolger geworden ist.". Anleihen aus Metroid und Mega Man sind dabei aber überall zu finden, zum Teil im Design (Die Zellenbots könnten auch aus Mega Man sein), aber auch in Mechnismen und Gameplay.

Nach so viel Gemecker mal zu den positiven Seiten: Das Spiel macht einfach Laune. Ich habe es mit einem Elite-Controller gespielt und zwei Paddles für Springen und Boost drunter gehabt. Mit dieser Kombi gleite ich Butterweich durch die Welt und die Kombination aus Springen, Doppelsprung und Boosten lässt teilweise Parcours-Feeling aufkommen. Das ganze funktioniert auch bestens in Kämpfen zum ausweichen und geht locker von der Hand. Dazu noch ein (oder später mehrere) Bot(s), die im Kampf mithelfen und die man zumindest anweisen kann, eine bestimmte Aktion zu machen und das lockere Waffenfarben-Wechseln für bestimmte Gegner machen einfach Laune. Kämpfen macht auch nach Stunden immer noch enorm Spaß. Das System aus Kombos und Kerne extrahieren ist gut durchdacht und man muss schon beim Kämpfen überlegen, auf was man gerade gehen und welche Items man eher mitnehmen will. Die Grundidee der Story ist toll und am Anfang ist man einfach nur neugierig, was überhaupt los ist. Nachdem man grob durchgeblickt hat, wie die Ausgangssituation war, will man einfach nur wissen, wie alles so radikal schief gehen konnte. Die Musik ist gut, teilweise episch von der Londoner Philharmonie eingespielt. Dabei absolut abwechslungsreich und meistens absolut passend. Die Grafik ist gut und der "Alles ist vom Sand geschliffen und schon lange Kaputt oder Flickwerk"-Stil bringt eine Star Wars Tatooine Stimmung rüber, die durch Teile des Designs und der Musik noch verstärkt wird. Für mich ein plus, ich mag die Stimmung.

Alles in allem ein schönes Spiel, das man in 10 bis 15 Stunden durchspielen durchspielen kann, danach kommt nur noch Grinding und Farming für Kleinigkeiten. Ich hatte etwas weiter gespielt und dann 68 prismatische Kerne. Es gab noch einen Dungeon, in den ich mit 75 Kernen reinkommen würde und das Areal, was man eigentlich nur mit dem fehlenden Bot erreichen kann. Die wollte ich gerne noch sehen und ein paar Speedruns und damit verbundene Ausrüstungstruhen wollte ich noch versuchen. Jaja, ich mach noch ein paar Sachen... denkste. Das Kampfsystem hat mir so viel Laune gemacht und der Ehrgeiz hat mich dann doch noch gegriffen, als ich gesehen habe, dass es nicht mal so abwägig wäre, alle Achievements zu erreichen. Am Ende alles Bots voll aufgerüstet, alle Speedruns in allen Dungeons erfolgreich abgeschlossen und den Dungeon, den man eigentlich (noch) nicht betreten kann auch abgeschlossen. Und deshalb 82/80 Prismatischen Cores gesammelt. :mrgreen: Dafür aber nicht alle Achievements abgeschlossen, weil mich der (wohl eigentlich seltene) Tracker-Bug erwischt hat und deshalb bei mehreren Achievements nicht mehr weiter mitgezählt wurde. Laut Internet-Berichten sind die damit für mich nicht mehr schaffbar. Wäre mein erstes XBox-Spiel mit 100% geworden. Also selbst in den Achievements noch Bugs. :(​​ Sind zum Glück nur Achievements. Bleibt aber das traurige Wissen, dass das ganze hätte mehr sein können. Ich hoffe auf ein paar Patches und DLC und eine später fertige Version mit neuem Retail-Release.

Edit: Es gibt ein neues Update und die fehlerhaften Achievement-Tracker sind angeblich gefixt. Gerade mal das Spiel gestartet, gibt neue Texturen teilweise und meine Achievements haben sich aktualisiert. Es fehlen nur noch zwei... mal schauen, das werde ich wohl noch mal angehen ;)


also angefixt bin ich schon länger, aber die vielen negativpunkte hielten mich dann doch immer wieder vom kauf ab. nun gibt es ja eine definitive edition des spiels mit (deutlichen?) verbesserungen.

- balancing
- erweiterte oberwelt (2 neue gebiete, 10 dungeons)
- optimierte minimap
- random ereignisse mit iwelchen sandstürmen und besonders knackigen gegnern
- neuer bot, der von dir angesprochene der letzlich fehlte
- höhere auflösung, weitere bugfixes
- und, und, und...

also soweit ich das mitbekommen habe, wurde sich da wohl ziemlich viel mühe gegeben. die definitive edition wird kostenlos nachgepatcht, für alle die das spiel bereits besitzen. für mich wäre interessant zu wissen ob du es seit dem wieder gespielt hast und ob du denkst, dass das spiel dadurch besser geworden ist/ deine persönliche wertung für das spiel dadurch steigt.

EDIT: ok, du warst seitdem scheinbar schon wieder im spiel. habe dein "edit" zum ende überlesen :) wie gesagt, verändert sich dein spielefazit durch die änderungen etwas?

und noch was :mrgreen: weiß hier irgendjemand was mit dem release der definitive edition los ist? laut recherche ist media markt der einzige laden, der es im online-shop verkauft. für 37,99 und das obwohl das spiel laut informationen für 20€ releasen sollte vor 3-4 tagen. bei amazon ist es auch für 20€ gelistet aber erst in 1-2 monaten versandfertig? WTF? ich vermute ja langsam, dass media markt ein falsches produktbild drin hat und die reguläre version für 37,99 verkauft. wird die definitive überhaupt als retail verkauft oder hat da eine "fake news" die runde gemacht? es macht ja auch keinen sinn, dass amazon erst im november ausliefern kann... die wissen aber auch nichts, auf nachfrage dort.

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Re: Zuletzt durchgespielt

Beitragvon Stardragon » 03.09.2017, 21:39

Ich war seit dem nachpatchen der Definitive noch nicht wieder im Spiel. Das Update von damals hatte lediglich die angesprochenen Bugs gefixt und eben ein paar Texturen verbessert. Hat an meinem Fazit nicht wirklich was geändert. Die Definitive klingt nach allem, was ich erbeten habe, weswegen das durchaus was verändern würde. Im Moment komme ich nur definitive nicht zu dem Spiel, sorry. Zu viel zu zocken, zu viel angefangen und viel zu wenig Zeit.

Wie ich zu Anfang meines Fazits aber schrieb, fand ich das Spiel alles andere als schlecht. Ich war nur enttäuscht, weil da so viel Potential dring steckt, mit dem man es ganz einfach zu etwas richtig gutem hätte machen können. Und dazu hätte es nur etwas Zeit (und Geld für die Macher) gebraucht, in der man mit Liebe zum Detail dem ganzen mehr Leben etc. eingehaucht hätte. Ich bezeifle, dass das alles gemacht wurde, aber wenn das Spiel sich jetzt zumindest wie etwas fertiges anfühlt, würde es zumindest dadurch gewinnen.


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