Warum die Dreamcast scheiterte

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon PR0MQU33NK1LL3R » 23.08.2012, 18:04

Ich habe mir grad ein Video angesehen http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=Awg3UZs9J_E ich finde diese videos teilweise recht interessant, auch wenn sie teilweise echt über sega herziehen, sie meinten tatsächlich in einem anderen video , dass es für Sega CD nur schlechte spiele gab.... oh man naja ich wollte euch einfach mal das Video zeigen, ist echt recht interessant, vorallem da man dort auch teilweise die Geschichte um Sega aus einen anderen Blickwinkel sieht, beziehungsweise wird einem das so beschrieben wie sie es sehen / gesehen haben
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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Bluebird » 24.08.2012, 12:00

Also ein paar dinge sehe ich da jetzt auch ganz anders ... , schon am Anfang dei Meinung die Dreamcast waere an den Fans gescheitert von wegen dem Mega CD oder dem 32 X ...
Also ich denke da schon eher das 40-50 % der verkauften Dreamcasts von denn Fans Blind oder spaeter nach Tests oder News im Web fast Blind gekauft wurden .
Sega ist gescheitert weil sie es nicht geschafft haben die 0815 Spieler oder die PS2 Fanboys ins Boot zu bekommen und jetzt mal Speziell in Europa jagt man PS2 Kaeufer nicht mit solchen Spots Sony ab :)
Und wie wir nun wissen bekommt man mit so Spots auch keine 0815 non Spieler in die Kiste so wie es Nintendo mit der wii gerschafft hat , da haette man das Internet vielleicht besser vermarkten sollen :)

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Maturion » 24.08.2012, 15:53

32X und MegaCD haben SEGA aber auch recht viel Geld gekostet und waren im Prinzip ein Flop, insbesondere das 32X. Der Saturn, der sich miserablel verkauft hat, hat SEGA dann finanziell noch weiter in die Enge getrieben. Deshalb hat man dann schon 1998 die Dreamcast rausgebracht, was meiner Meinung nach viel zu früh war. Die Konsolengeneration um PlayStation und Nintendo 64 war damals noch ziemlich auf der Höhe der Zeit. Meiner Meinung nach hätte SEGA mindestens noch ein Jahr mit der Dreamcast warten müssen und dafür noch bessere Technik bringen sollen.

Bis heute ist es mir auch schleierhaft, wieso SEGA die Dreamcast 1998 erstmal nur in Japan gebracht hat und ein ganzes Jahr mit der Veröffentlichung im Westen gewartet hat.
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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Phantar » 24.08.2012, 15:56

Maturion hat geschrieben:
Was mir eigentlich erst im Nachhinein auffiel, ist auch die Tatsache, dass SEGA seine älteren Konsolen unglaublich lange unterstützt hat. Es sind Mitte der 90er Jahre noch MasterSystem-Spiele erschienen, das MegaDrive wurde ebenfalls lange nach Erscheinen des Saturns noch mit Spielen versorgt. In Japan wurde der Saturn bis 2000 vertrieben. Das hat vielleicht damals viele Konsumenten dazu gebracht, "vorerst noch nicht auf eine neue Konsole umzusteigen".


Dem muss ich in gewisser Hinsicht wiedersprechen. Als der Saturn kam, gab Sega Japan die Order, die Produktion für den Mega Drive einzustellen (SEGA Japan-Chef HAyao Nakayama gab die Order 1995 höchstpersönlich); folglich gab es ab 1996 keinen First-Party support seitens Sega für die Konsole. Einige Lizenznehmer produzierten zwar noch bis 1998 Spiele (vor allem Electronic Arts, mit immer neuen Auflagen wie NHL '98 oder FIFA '98), aber es gab eigentlich keine originellen oder exklusiven Entwicklungen mehr; im Endeffekt wurde der 16-Bit-Markt nahezu vollkommen Nintendo überlassen, was SEGA zumindest in Europa und den USA sehr weh getan hat.

Was Raubkopien betrifft: Es stimmt zwar, dass die Utopia-CD der Dreamcast einen ordentlichen Verkaufsschub beschert hat. Allerdings: Die Konsolenhersteller verdienen mit der Konsole selbst in der Regel kein bis wenig Geld, jedenfalls nicht im ersten Jahr; in manchen Fällen (vor allem bei Sony) zahlt die Firma bei jeder verkauften Konsole effektiv sogar drauf - das eigentliche Geld wird mit verkauften Spielen verdient. Wenn also mehr Konsolen verkauft werden, die Zahl der verkauften Spiele aber zurück geht, ist das unterm Strich trotzdem schlecht. Raubkopien waren sicher nicht alleine Schuld daran, dass die Dreamcast eingestellt wurde, aber sie haben sehr wohl einen durchaus negativen wirtschaftlichen Einfluss auf Segas Erfolg mit der Konsole gehabt.

Aber der größte Teil des Misserfolges lag mit ziemlicher Sicherheit am ungeschickten Marketing; es ist Sega einfach nicht gelungen neue Spieler, die nicht bereits fleißige Fachmagazinleser waren, an Bord zu holen. Vor allem PS2 und XBOX waren mit ihren gewaltigen Medienkapagnen einfach präsenter, und Nintendo-Fans waren "ihrer" Marke einfach treuer als SEGA-Fans (32X hatte schon einige Fans verprellt, und der Saturn lief einfach zu schlecht, als dass die Dreamcast noch auf einen treuen Fan-Kundenstamm hätte aufbauen können).
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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Bluebird » 24.08.2012, 22:08

Nur Interessant das praktisch soviele Saturn unters Volk gebracht wurden wie Dreamcasts , also im vergleich zu was lief der Saturn schlecht :)
Das die DC zu frueh kam ist jetzt aber auch ziemlich unhaltbar , haette man noch weiter auf die PS2 warten sollen , wenn man wie du schon sagtest eh kein Geld hatte ...
Aber ich stimme da schon zu in Europa und USA haette man sich Sputen sollen , bei uns in Europa wurde die Werbung dazu total versaut , in denn USA lief es ja gar nicht mal sooo schlecht ...
Und in Japan hatte die DC denn besten Start einer Konsole bis zrur PS2, darum eben glaube ich auch nicht das die Fans wirklich verprellt wurden , denn gerade die Fans waren wohl die wo am Anfang zugeschlagen haben wie die Irren :)
Aber ganz Ehrlich ich denke im direkten Vergleich zu der PS2 waere die DC Total untergegangen auch mit DVD LW , was sie wieder Teurer gemacht haette und der Preis was schon ein Argument , wie man ja beim WII gesehen hat !
Davon ab fand ich die GD als Medium garnicht mal so schlecht , nur wie gesagt die DC basiert nunmal auf der Naomi Automaten Technik , wie haette man da was besser machen sollen ? Naomi 2 war zwar besser aber deutlich Teurer und fuer ein Konsole nicht wirklich Toll von wegen wieder schwerer zu Proggen zu Kuehlen usw.
Dazu aus meiner Sicht waren PSX Saturn und N64 schon fertig ! also Ehlrich PSX Spiele sind fast alle nicht in wuerde gealtert , selbst mit Bleem wo man kanten glaettung hat sehen Ridge Racer 4 und Co schon mies aus selbst gegen die grafisch schlechtesten DC Spiele oder miese Ports auf die DC kein Vergleich ...

mfg Bluebird

PS: bei denn Fairen Preisen der Spiele fand ich hat sich Kopieren kaum gelohnt , der Aufwand damals mit dem Image Saugen in der Moden/Isdn Zeit und das brennen einer meist qualitativ herabgesetzten Version lohnte sich das wirklich ?
Ich meine in meinem Shop damals kostete fast alles ausgenommen RECV oder Shenmue 89 Dm das sind 45 Eu fuer ein neues Fullprice Spiel , davon kann man heute nur noch Traeumen und nach wenigen Monaten ging das zum Teil nochmal die haelfte runter ... also das sah ich nie als Problem :)

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon TulleMulle » 19.09.2012, 19:17

Bluebird hat geschrieben:Nur Interessant das praktisch soviele Saturn unters Volk gebracht wurden wie Dreamcasts , also im vergleich zu was lief der Saturn schlecht :)
Das die DC zu frueh kam ist jetzt aber auch ziemlich unhaltbar , haette man noch weiter auf die PS2 warten sollen , wenn man wie du schon sagtest eh kein Geld hatte ...


Der Saturn hat sich zwischen 9,5 und 11 Millionen Mal verkauft. Die Dreamcast hat sich rund 10,6 Millionen Mal verkauft. Der Saturn war aber mehr als 4 Jahre auf dem Markt, die DC war in Europa gerade mal eineinhalb Jahre auf dem Markt als man die Produktion schon wieder eingestellt hat.

Der Saturn war sogar ein derartiger Flop, dass SEGA damals die Produktion eingestellt hat, noch bevor die DC auf dem Markt war. Und ich wage einfach mal zu behaupten, dass SEGA mit dem Saturn viele Fans enttäuscht hat. Es gab z.B. eigentlich gar kein richtiges, großes Sonic-Spiel für den Saturn. Gut, da waren Sonic R und ein paar andere, aber das war alles nix besonderes.

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon TheSoapBoxOpera83 » 20.09.2012, 19:49

Ich glaube nicht, dass Sega die Fans mit dem Saturn enttäuscht hat. Zumindest nicht ausschließlich. Enttäuscht wurden vor allem Besitzer eines MegaCD und/oder 32x, weil Sega diese Geräte entgegen vollmundiger
Versprechen sehr schnell hat fallen lassen. Und wenn ich selbst mein ganzes Taschengeld in ein Gerät gesteckt hätte, dass nach einem halben Jahr durch ein neues ersetzt wurde (Saturn), hätte ich auch keinen Bock gehabt, mir das zu kaufen, zumal mir niemand hätte garantieren können, dass der Saturn nicht auch nach ein paar Monaten auf dem Abstellgleis landet. Der Saturn litt also unter den Fehlern, die Sega vor ihm gemacht hat...

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Maturion » 20.09.2012, 19:56

Zumindest in finanzieller Hinsicht hat der Saturn SEGA aber in die Scheiße geritten. SEGA war durch den Saturn schon stark angeschlagen, als man die DC auf den Markt gebracht hat. Die DC war also zum Erfolg verdammt, um SEGA wieder nach vorne zu bringen. Sie hat sich ja besser als der Saturn verkauft und wurde trotzdem eingestampft.
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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon TheSoapBoxOpera83 » 21.09.2012, 10:18

Letztendlich ist es wohl die Summe all der Kleinigkeiten, die wir hier benannt haben, die Sega das Genick gebrochen hat. Überflüssige Addons für den Mega Drive, schlechtes Marketing über alle Hardwaregenerationen hinweg, schwierige Hardwarearchitektur des Saturns, die finanzielle Power des Konzerns, Fehleinschätzungen des Marktes usw...! Die Dreamcast selbst trägt da wohl am wenigsten zu bei, sie litt jedoch unter all diesen Kleinigkeiten und vor allem am verlorengegangenen Vertrauen des Konsumenten in die Firma Sega...

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Maturion » 21.09.2012, 12:19

TheSoapBoxOpera83 hat geschrieben:Letztendlich ist es wohl die Summe all der Kleinigkeiten, die wir hier benannt haben, die Sega das Genick gebrochen hat. Überflüssige Addons für den Mega Drive, schlechtes Marketing über alle Hardwaregenerationen hinweg, schwierige Hardwarearchitektur des Saturns, die finanzielle Power des Konzerns, Fehleinschätzungen des Marktes usw...! Die Dreamcast selbst trägt da wohl am wenigsten zu bei, sie litt jedoch unter all diesen Kleinigkeiten und vor allem am verlorengegangenen Vertrauen des Konsumenten in die Firma Sega...


+1! Ich denke letzten Endes war es die Summe der kleinen Fehler und Dinge, die die Dreamcast zu Fall gebracht haben. Heute wird die DC zu Unrecht als Flop gesehen, obwohl die Verkaufszahlen rückblickend in etwa vergleichbar mit Xbox 1 und GameCube gewesen waren.
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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Ekko » 30.09.2012, 19:24

Maturion hat geschrieben:
TheSoapBoxOpera83 hat geschrieben:Letztendlich ist es wohl die Summe all der Kleinigkeiten, die wir hier benannt haben, die Sega das Genick gebrochen hat. Überflüssige Addons für den Mega Drive, schlechtes Marketing über alle Hardwaregenerationen hinweg, schwierige Hardwarearchitektur des Saturns, die finanzielle Power des Konzerns, Fehleinschätzungen des Marktes usw...! Die Dreamcast selbst trägt da wohl am wenigsten zu bei, sie litt jedoch unter all diesen Kleinigkeiten und vor allem am verlorengegangenen Vertrauen des Konsumenten in die Firma Sega...


+1! Ich denke letzten Endes war es die Summe der kleinen Fehler und Dinge, die die Dreamcast zu Fall gebracht haben. Heute wird die DC zu Unrecht als Flop gesehen, obwohl die Verkaufszahlen rückblickend in etwa vergleichbar mit Xbox 1 und GameCube gewesen waren.


Wobei man aber auch sagen muss, dass das Internet an den meisten Stellen gar nicht wirklich von einem Flop redet, sondern als sympathische, zu Unrecht damals übersehene Konsole mit einem hohen Aufkommen an Spielperlen.
Bei YouTube findet man bei beliebigen Videos, die irgendwie retro sind und irgendwas mit der DC zu tun haben immer wieder Kommentare wie "Dreamcast - ahead of it's time", "most underrated console" oder "best system ever" oder ähnliches.
Ich war fast überrascht, wie geliebt die Kiste allgemein ist, dafür, dass damals kein Hahn nach gekräht hat (gefühlt).

Aber nun ja, die Konsole selber konnte nichts dafür. Das konnte man dem Saturn und den Add-ons nachsagen, aber beileibe nicht der guten alten Kringelbox.
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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Doubledeejay » 01.10.2012, 20:06

Ich habe mir dazu noch einmal ein paar Gedanken gemacht:

Sega´s größte Erfolge waren Mega Drive und Mastersystem. Beide konnten dafür, das Nintnedo damals den Markt beherrscht hat, gute bis überragende Verkäufe erzielen.

Nach unterschiedlichen Quellen verkaufte Sega zwischen 25 Millionen und 40,5 Millionen Mega Drive, wobei letztere Zahle wohl die Tec Toy Geräte aus Südamerika mit einrechnet und der MD damit "nur" ca. 9 Millionen Geräte hinter dem SNES lag.

Und das MS konnte vor allem in Südamerika einen hohen Marktanteil erreichen.

Sega hatte also seine großen Erfolge Ende der 80er/ Anfang der 90er Jahre. Nur konnten sie einfach nicht dran anknüpfen. Warum gabs aufm Saturn kein Streets of Rage, kein Sonic 4, kein Ecco, kein vernünftiges Shinobi? Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Es gab einfach kaum eigene große Titel, die den Saturn in Europa/ Amerika. Und das konnte Sega mit der Dreamcast dann auch nicht wieder wett machen.
Die 10 besten Spiele aller Zeiten:

Sonic Adventure (DC), Phantasy Star 4 (MD), Super Mario 64 (N64), Donkey Kong Country 2 (SNES) Sonic 3 & Knuckles (MD), Yoshis Island (SNES), Endless Ocean (Wii), Shenmue 1+2 (DC), Zelda: The Wind Waker (GC).

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon spock-79 » 02.10.2012, 07:50

Dem Saturn die Schuld am Untergang von Sega zu geben halte ich für falsch... Der Saturn war eine klasse Konsole die sehr wohl einige Spieleperlen hatte, Virtua Fighter, Daytona, Nights, Panzer Dragoon, Sega Touring Car, Sega Rally etc.

Das Marketing von Sega hatte halt nicht den Hauch einer Chance gegen den übermächtigen Konkurrenten Sony.. Der Ausstieg aus dem Hardwaregeschäfft ist in meinen Augen ganz allein die Schuld von Sega bzw. Segas Marketing Abteilung, die Hardware von den Jungs war immer erste Sahne!

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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Ekko » 02.10.2012, 11:49

spock-79 hat geschrieben:Dem Saturn die Schuld am Untergang von Sega zu geben halte ich für falsch... Der Saturn war eine klasse Konsole die sehr wohl einige Spieleperlen hatte, Virtua Fighter, Daytona, Nights, Panzer Dragoon, Sega Touring Car, Sega Rally etc.

Das Marketing von Sega hatte halt nicht den Hauch einer Chance gegen den übermächtigen Konkurrenten Sony.. Der Ausstieg aus dem Hardwaregeschäfft ist in meinen Augen ganz allein die Schuld von Sega bzw. Segas Marketing Abteilung, die Hardware von den Jungs war immer erste Sahne!


Wie größtenteils auch die Software.
Es gab als SEGA-User nie was zu meckern, m.M.n. Zu den meisten Nintendogames gab es ein SEGA-pendant und teilweise auch Spiele, die nur SEGA so machen konnte. Also Hard- und Software waren, bis auf die Sache mit den Add-Ons, immer top notch, nur dem Saturn konnte man eben nachsagen, dass er eine (auch marktwirtschaftlich) ungünstige Gewichtung auf 2D hatte und somit dem aufkommenden 3D-Trend etwas nachhing. Wahrscheinlich wäre dem DC weniger Missgunst oder zumindest Zurückhaltung von vornherein begegnet, wenn wenigsten eine dieser beide Missstände nicht eingetreten wären: Bekloppte, unsinnige Add-Ons für's MD oder die nicht so zukunftsorientierte Hardware des Saturn.
Wobei ich denke, dass der Saturn an sich ein eher kleineres Problem als die Politik davor gewesen ist.
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Re: Warum die Dreamcast scheiterte

Beitragvon Doubledeejay » 02.10.2012, 22:31

Der MD war nunmal eine Cashcow für Sega, den wollte man halt noch möglichst lange am Markt halten. Die Mega CD war schon eine gute Idee an sich, blos wurden zu wenig gute Games dafür gebracht.

Der Saturn kam einfach zu früh, dann hätten die ihn 1996 gebracht und dafür voll auf 3D entwickelt. Blos hätten Nintendo und Sony dann einen uneinholbaren Vorsprung gehabt. Und die Dreamcast wäre erst 2001 erschienen und hätte wahrscheinlich dann keine Chance gegen die PS 2 gehabt.

Der SNES erlebte dank Games wie Yoshi Island, DK Country und Super Mario RPG ja nochmal einen zweiten Frühling, der sich bis 1996 erstreckte. Sega hat es leider versäumt, dem 1994er Kracher Sonic & Knuckles einen guten Nachfolger zu spendieren, sonst wäre der MD vielleicht auch nochmal aufgeblüht. Phantasy Star 4 und Ecco 2, Vecotrman und einige andere konnten es nicht verhindern, das der MD praktisch nicht über das Jahr 1995 hinaus mit AAA Titeln versorgt wurde. Sonic 3D war ja schon eher ein Spin Off der Saturn Version.

Ob jetzt eine längere Lebensdauer des MD den Schlamassel verhindert hätte, ist fraglich, aber zumindest wäre es ne Möglichkeit gewesen. Die Dreamcast war zu ihrer Zeit die beste Konsole am markt, da gibts nichts dran zu rütteln, nur hatte Sega den Kredit damals verspielt.

Ich schreibe wieder zuviel.
Die 10 besten Spiele aller Zeiten:

Sonic Adventure (DC), Phantasy Star 4 (MD), Super Mario 64 (N64), Donkey Kong Country 2 (SNES) Sonic 3 & Knuckles (MD), Yoshis Island (SNES), Endless Ocean (Wii), Shenmue 1+2 (DC), Zelda: The Wind Waker (GC).


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